Geschafft!

SIE HABEN ES GESCHAFFT!!!! Als erstes deutsches Team, das jemals den Atlantischen Ozean in einem Ruderboot überquert hat, ALLEIN und UNBEGLEITET! Am 20 Januar – sogar einen Tag früher als erwartet – erreichten unsere Jungs erschöpft, aber überglücklich, den Zielhafen St. Charles auf Barbados. 50 Tage haben sie für die mehr als 5000 Kilometer gebraucht und gehören damit zu den schnellsten Ruderern ihrer Klasse. 50 Tage, in denen sie gegen Stürme, 8 Meter hohe Wellen, Hitze und Schmerz ankämpfen mussten. Von der defekten Wasseraufbereitungsanlage über das abgerissene Steuerruder bis hin zu verdorbener Nahrung, nichts konnte diese tapferen 3 Männer von ihrer Mission abbringen. Zielstrebig und bis auf ein paar wenige Ausnahmen ohne automatische Steuerung nahmen sie am 01. Dezember Kurs auf die Karibikinsel Barbados. Damals wussten Sie noch nicht, was auf sie zukommen würde, doch aufgeben kam zu keiner Zeit für keinen von ihnen in Frage! Nun liegt ihr größtes Abenteuer hinter ihnen und die Freude in ihren Gesichtern sprach Bände. Sie haben gewagt, den Ozean herauszufordern, und am Ende hat er es Ihnen noch einmal so richtig schwer gemacht. Wahrscheinlich der schwierigste Part der gesamten Strecke musste am letzten Tag bewältigt werden. Aufgrund der extremen Strömung und der starken Winde wurde das Boot an der Nordkurve von Barbados stark abgetrieben.York, Rainer und Andi holten alle noch zur Verfügung stehenden Reserven aus sich heraus und kämpften sich durch die meterhohen Wellen, wie Ihr es auf den Fotos sehen könnt. An dieser Stelle hatten Sie offiziell schon ihr Ziel erreicht, den Atlantik zu überqueren, doch der Hafen von St. Charles, wo Freunde und Familie seit den frühen Morgenstunden auf sie warteten lag noch ca 2 Stunden entfernt.
Man kann sich gut vorstellen, welche Qual es ist, mit dem Ziel vor Augen noch einmal alles aus sich herausholen zu müssen. Doch am Ende haben sie es geschafft! Nicht zuletzt auch dank der guten Ausbildung, des vielen Trainings und des eigens auf ihre Bedürfnisse hin angepassten Bootes. Ein Boot, dass für die letzten 50 Tage ihr Zuhause war. 2 kleine Kabinen, in denen geschlafen, gegessen und gekocht wurde, 2 Ruderschlitten, die permanent in Bewegung waren und ein Eimer für den notwendigen Rest.

Am Pier angekommen erwies sich das Aussteigen aus dem Ruderboot dann jedoch als etwas wackelig. Nach so langer Zeit auf See ist der Gleichgewichtssinn an das permanente Schaukeln gewöhnt und brachte die Crew ganz schön ins Taumeln. Doch zum Glück waren Ehefrauen, Kinder und Freunde sofort zur Stelle und halfen ihren Helden. Nachdem die Tränen der Wiedersehenfreude und der Erleichterung getrocknet, das erste eiskalte Bier genossen und eine riesige Obstplatte verzehrt war, ging es für Andi, Rainer und York ins Hotel, wo sie sich am meisten auf eine warme Dusche und ein trockenes Bett gefreut haben.

Jetzt heißt es erst einmal erholen, das haben sie sich wirklich verdient.

Liebe Grüße von den dreien an Euch alle und bis zum nächsten Mal!

Euer H.O.T.S.-Team